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Die 401-Euro-Falle

Artikel vom:

12.07.2010

Themen:

Sozialversicherung, Minijobs, 400-Euro-Jobs, versicherungspflichtig, Nachforderungen

Verdienen Minijobber durch verschiedene Jobs mehr als 400 Euro, besteht auch für sie Versicherungspflicht. Für Unternehmer kann das im schlimmsten Fall Nachforderungen des Sozialversicherungsträgers bedeuten.

Bei mehreren parallel ausgeübten Minijobs kann es passieren, dass Arbeitnehmer mehr als 400 Euro im Monat verdienen und dadurch versicherungspflichtig werden, ohne es zu melden. Wird das bei einer Betriebsprüfung oder einem Datenabgleich im Nachhinein festgestellt, gilt die Versicherungspflicht in der Regel ab diesem Zeitpunkt.

Anders ist es, wenn die Behörde der Auffassung ist, ein Arbeitgeber hat es fahrlässig versäumt, den Sachverhalt für die versicherungsrechtliche Beurteilung aufzuklären. Dann muss der Arbeitgeber die fehlenden Beträge seit dem Beginn der Beschäftigung nachzahlen.

Fragebogen

Sicherheit gibt hier ein standardisierter Fragebogen zu den Beschäftigungsverhältnissen, den der geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer ausfüllen und unterschreiben muss. So kann später bewiesen werden, dass der Pflicht zur Frage nach weiteren Beschäftigungsverhältnissen nachgekommen wurde. Ein von den Sozialversicherern anerkannter Fragebogen kann unter www.minijob-zentrale.de heruntergeladen werden.

Fazit:

Wer Minijobber beschäftigt, sollte sie auf jeden Fall einen Personalfragebogen ausfüllen lassen. Im Zweifelsfall erspart das viel Ärger.

© InfoMedia


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