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Verlustvortrag dank Sanierung

Um die Übertragung insolvenzgefährdeter Unternehmen zu erleichtern, geht für eine Übergangszeit ein etwaiger Verlustvortrag nicht verloren, wenn der Beteiligungserwerb zum Zwecke der Sanierung des Geschäftsbetriebs erfolgte.

Bisher konnten Verlustvorträge von Kapitalgesellschaften ganz oder teilweise verloren gehen, wenn Anteile an der Gesellschaft auf eine andere natürliche oder juristische Person übertragen wurden.

Voraussetzungen

Eine Sanierung ist jede Maßnahme, die darauf gerichtet ist, Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern. Außerdem müssen die wesentlichen Betriebsstrukturen erhalten bleiben. Dafür muss eines der folgenden drei Merkmale gegeben sein:

Die Summe der durchschnittlichen jährlichen Lohnsummen beträgt in einem Zeitraum von fünf Jahren nach dem Beteiligungserwerb nicht weniger als 80% der bisherigen Beträge.

Die Gesellschaft befolgt eine Betriebsvereinbarung über eine Arbeitsplatzregelung. Damit ist ein Arbeitsplatzabbau dann möglich, wenn die Arbeitnehmervertreter dazu ihre Zustimmung erklärt haben.

Der Gesellschaft wird innerhalb von 12 Monaten nach dem Beteiligungserwerb Kapital in Höhe von mindestens 25% des in der Steuerbilanz zum Schluss des vorangehenden Wirtschaftsjahres vorhandenen Aktivvermögens zugeführt.

Fazit:

Der Erhalt des Verlustvortrags allein wird für eine Übernahme nicht ausschlaggebend sein. Positiv beeinflussen kann die Maßnahme die Entscheidung für eine Investition aber schon.

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