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Der Fluch der EDV

Laut einer Verlautbarung des Bundesministeriums der Finanzen müssen die Daten über elektronisch erfasste Bargeldeinnahmen künftig digital aufbewahrt werden. Dass die Daten verfügbar bleiben, ist Aufgabe des Steuerpflichtigen.

Der Fiskus entdeckt die Vorteile digitaler Datenverarbeitung: Betriebsprüfer konzentrieren sich mehr und mehr auf alles, was elektronisch auswertbar ist. Insbesondere Gastronomie, Einzelhandel und Taxiunternehmer bekommen das jetzt zu spüren. Alle auf Registrierkassen und Taxametern erfassten Daten müssen künftig digital aufbewahrt und dem Prüfer elektronisch ausgehändigt werden.

Die Daten müssen jederzeit verfügbar, unverzüglich auslesbar und maschinell auswertbar sein und in der Regel 10 Jahre aufbewahrt werden. Sollten dabei Fehler vorkommen, geht das zu Lasten des Steuerpflichtigen. Eine Verdichtung oder die ausschließliche Speicherung der Rechnungsendsummen ist nicht zulässig.

Der Steuerpflichtige ist außerdem dafür verantwortlich, Einsatzorte und Einsatzzeiträume für jedes einzelne Erfassungsgerät zu protokollieren. Diese Aufzeichnungen müssen getrennt geführt und getrennt aufbewahrt werden. Falls Geräte getauscht werden und nicht mehr kompatibel sind, müssen alle auf ihnen gespeicherten Bewegungen auf externe Datenträger übertragen werden. Die zur Auslesbarkeit der Daten erforderlichen Bedien- und Programmanleitungen sowie die dafür notwendigen Programme sind ebenso aufzubewahren.

Fazit:

Wer keine EDV verwendet, kann der elektronischen Überwachung theoretisch entfliehen. Dafür müsste er aber auch auf die vielen Vorteile verzichten, die die elektronische Datenverarbeitung bietet.

© InfoMedia


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