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Freiberufler auch ohne Studium

Auch ohne Studium kann man einen ingenieurähnlichen Beruf ausüben. Damit gilt man als Freiberufler und unterliegt nicht der Pflicht zur Entrichtung von Gewerbesteuer.

Ein Autodidakt hatte im Auftrag freiberuflich tätiger Ingenieurbüros jahrelang als Bauleiter selbständig und eigenverantwortlich gearbeitet. Die Finanzbehörde lehnte es ab, ihn allein aufgrund seiner ausgeübten Tätigkeit als Freiberufler anzuerkennen. Sie argumentierte, er könne nicht durch Ausbildungs-, Fortbildungs- und Tätigkeitsnachweise darlegen, dass er über die für einen ingenieurähnlichen Beruf nötigen Kenntnisse verfüge.

Kenntnisse entscheidend

Die dagegen erhobene Klage hatte jedoch Erfolg. Das oberste deutsche Steuergericht entschied, dass man zur Anerkennung einer freiberuflichen Tätigkeit nicht unbedingt den Nachweis erbringen müsse, wie man die notwendigen Kenntnisse erworben habe. Unter Umständen könne auch aus der Art der Tätigkeit auf das Vorhandensein der Kenntnisse geschlossen werden.

Selbständig und eigenverantwortlich

Im konkreten Fall konnte der Kläger glaubhaft machen, dass er selbständig und eigenverantwortlich Leistungen erbracht hatte, die unter die Leistungsstufen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) fielen. Für die Richter genug, um entsprechende Kenntnisse als gegeben zu betrachten.

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