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Gemischte Aufwendungen

Seit 2009 sind sogenannte „gemischte Aufwendungen“ als Werbungskosten oder Betriebsausgaben teilweise steuerlich abzugsfähig. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat nun einige Grundsätze zur steuerlichen Beurteilung solcher Aufwendungen veröffentlicht.

Gemischte Aufwendungen sind Kosten, die sowohl beruflich als auch privat veranlasst sind. Wenn bei einer Feier zum 30. Jubiläum einer Firma beispielsweise neben Angestellten und Kunden auch private Gäste teilnehmen, ist ein Teil der Kosten betrieblich, ein anderer privat veranlasst. Gemäß der neuen Regelung müssen diese gemischten Aufwendungen nun je nach Veranlassungsanteil in abziehbare betriebliche und nicht abziehbare private Aufwendungen aufgeteilt werden. Dabei können Zeit-, Mengen- oder Flächenanteile als Basis dienen.

Aufteilung nach Anteilen

Beim Beispiel Firmenfeier wäre etwa eine Aufteilung nach Besucherzahl möglich. Sind von 100 Gästen 80 Kunden oder Angestellte, wären somit 80 Prozent der Kosten abzugsfähig. Ist die betriebliche Veranlassung untergeordnet (kleiner als 10%), sind die Aufwendungen nicht abziehbar. Im umgekehrten Fall (private Veranlassung untergeordnet <10%) sind die Kosten dagegen in voller Höhe abziehbar. Ist die Trennung der Kosten nicht möglich, gibt es laut BMF gar keinen Abzug.

 

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