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Gut versichert – auch als Angehöriger

Seit Juni 2010 entscheidet die Clearingstelle der Rentenversicherung Bund bei im Familienbetrieb beschäftigten Angehörigen auch über eine etwaige Sozialversicherungspflicht. Mehr Rechtssicherheit ist die Folge.

Bei Neuaufnahme der Beschäftigung eines Ehegatten im Betrieb des Partners ist schon seit 2005 ein Statusfeststellungsverfahren Pflicht. Seit 2008 gilt das auch für mitarbeitende Abkömmlinge, wie leibliche Kinder und Adoptivkinder, Enkel sowie Urenkel. Ausgenommen sind nur Stief- oder Pflegekinder.

Bisher hatte die Clearingstelle lediglich entschieden, ob es sich um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis oder eine selbständige Tätigkeit handelt. Nun stellen die Mitarbeiter der Rentenversicherung anhand einiger Kriterien auch fest, ob Sozialversicherungspflicht besteht.

Kriterienkatalog

Ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit Angehörigen liegt vor, wenn:

  • der Angehörige in den Betrieb eingegliedert ist und die Beschäftigung auch tatsächlich ausübt.
  • der Angehörige dem Weisungsrecht des Arbeitgebers unterliegt.
  • der Angehörige anstelle einer fremden Arbeitskraft beschäftigt wird.
  • ein angemessenes Arbeitsentgelt vereinbart ist.
  • dieses Entgelt auch regelmäßig gezahlt wird.
  • vom Gehalt regelmäßig Lohnsteuer entrichtet wird und
  • das Arbeitentgelt als Betriebsausgabe gebucht wird.

Fazit:

Die Statusfeststellung schafft mehr Rechtssicherheit, sowohl was die Kranken- und Pflegeversicherung betrifft als auch für spätere Rentenansprüche oder Ansprüche bei etwaiger Arbeitslosigkeit.

© InfoMedia


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