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Lohn per Tankkarte?

Artikel vom:

12.07.2010

Themen:

Lohnsteuer, Sachzuwendungen, Benzingutscheine, Tanken

Zur Einsparung von Sozialabgaben und Lohnsteuer erhalten Arbeitnehmer in vielen Fällen Sachzuwendungen. Diese sind bis zu einer Höhe von 44 Euro monatlich von jeglichen Abgaben befreit.

Besonders beliebt sind Benzingutscheine. Sie gelten allerdings nur als Sachzuwendungen, wenn Art und Menge des Kraftstoffs eindeutig bestimmt sind und keine Wertangabe gemacht wird.

Tankkarte = Scheckkarte

Ein Fall aus der Praxis: Die Angestellten eines Arbeitgebers bekamen einen Teil ihres Lohnes in Form von je einer Tankkarte. Der Arbeitgeber vereinbarte mit einem Tankstellenbetreiber, die Karten so zu programmieren, dass der Kraftstoffzufluss bei Erreichen des Betrags von 44 Euro automatisch abschaltet. Das Finanzamt behandelte die Leistungen jedoch trotzdem als steuerpflichtiges Arbeitsentgelt und das Finanzgericht Baden Württemberg gab dem Fiskus Recht.

Nach Ansicht der Richter funktionierten die Tankkarten wie eine Kreditkarte. Somit floss den Arbeitnehmern ihrer Ansicht nach eine Einnahme in Geld zu. Denn die Tankkarten hätten so denselben Charakter wie eine Bezahlung in Bargeld. Somit war auch für den Wert der Kraftstofflieferungen Lohnsteuer zu bezahlen.

Fazit:

Unternehmer, die durch Sachzuwendungen Lohnsteuerkosten sparen möchten, sollten streng darauf achten, dass diese sich nicht mit einer Geldleistung in Verbindung bringen lassen.

© InfoMedia


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