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Entlastung bei der Krankenversicherung

Das Bürgerentlastungsgesetz verbessert ab 2010 die steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zur Krankenversicherung. Die Höchstgrenzen für Vorsorgeaufwendungen werden heraufgesetzt und die Basisversorgung wird begünstigt.

Die Höchstgrenzen für Vorsorgeaufwendungen wie Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- oder Haftpflichtversicherung steigen ab 1. Januar um jeweils 400 €. Bei Steuerpflichtigen, die Zuschüsse oder Beihilfen zu ihrer Krankenversicherung erhalten, wie beispielsweise Rentner, Arbeitnehmer oder Beamte, entspricht das zukünftig 1.900 €, für alle übrigen 2.800 €. Für Ehegatten werden die Beträge verdoppelt.

Basisversorgung begünstigt

Daneben werden Basiskranken- und Pflegeversicherung künftig in voller Höhe abziehbar sein. Die Basisversorgung entspricht dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Beiträge für zusätzliche Leistungen (z. B. Chefarztbehandlung) fallen nicht unter die unbegrenzt abzugsfähigen Aufwendungen, sondern sind im Rahmen der genannten Höchstbeträge abziehbar. Ist im Versicherungsbeitrag auch Krankentagegeld enthalten, muss zur Berechnung der Basisversorgung der vereinbarte Tarif um pauschal 4% gekürzt werden.

Beispiel 1:

Ein lediger Arbeitnehmer X bezahlt jährlich folgende Beiträge:

Gesetzliche Krankenversicherung1.420 €
Gesetzliche Pflegeversicherung220 €
Krankenzusatzversicherung (Wahl-/Zusatzleistungen)150 €
Sonstige Vorsorgeaufwendungen (z.B. Haftpflichtversicherung)300 €
Summe2.090 €
Höchstens Deckelbetrag1.900 €
Mindestens anzusetzen Basiskrankenversicherung
(1.420 € – 4% = 1.363 €)
+ Pflegeversicherung (220 €)
1.583 €
Anzusetzen1.900 €

Beispiel 2:

Arbeitnehmer X bezahlt jährlich folgende Beiträge:

Gesetzliche Krankenversicherung3.160 €
Gesetzliche Pflegeversicherung490 €
Sonstige Vorsorgeaufwendungen (z.B. Haftpflichtversicherung)1.200 €
Summe4.850 €
Höchstens Deckelbetrag1.900 €
Mindestens anzusetzen Basiskrankenversicherung
(3.160 € – 4%= 3.034 €)
+ Pflegeversicherung (490 €)
3.524 €
Anzusetzen3.524 €
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