HKF Beratergruppe – Steuerberater. Wirtschaftsprüfer. Rechtsanwälte. Insolvenzverwalter. Im Raum Bonn und Berlin.

Steuerfalle Kurzarbeit

Artikel vom:

12.03.2010

Themen:

Einkommensteuer, Kurzarbeit, Kurzarbeitergeld, Steuernachzahlungen

Viele Arbeitnehmer waren letztes Jahr froh über die Unterstützung des Staates mit Kurzarbeitergeld. Doch jetzt drohen bei Abgabe der Steuererklärung für 2009 empfindliche Steuernachzahlungen.

Arbeitnehmer kriselnder Unternehmen erhielten von der Agentur für Arbeit als Ersatz für durch Kurzarbeit entgangene Einnahmen 2009 häufig das so genannte Kurzarbeitergeld. Es beläuft sich bei Beziehern ohne Kinder auf 60% des entgangenen Arbeitslohns, bei Beziehern mit Kindern beträgt es 67% des Minderungsbetrags.

Die Erstattung der Behörde ist zwar steuerfrei, der erhaltene Betrag muss jedoch bei der Einkommensteuererklärung zur Ermittlung des Steuersatzes zum Einkommen hinzugerechnet werden. Das hat zur Folge, dass ein entsprechend höherer Steuersatz auf ein geringeres Einkommen angewendet wird. Das Verfahren wird auch Progressionsvorbehalt genannt. Je höher das sonstige Einkommen des Begünstigten ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Steuernachzahlung.

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