HKF Beratergruppe – Steuerberater. Wirtschaftsprüfer. Rechtsanwälte. Insolvenzverwalter. Im Raum Bonn und Berlin.

Kapitalerträge: Wer zahlt die Steuern?

Fällt das zivilrechtliche Eigentum mit dem wirtschaftlichen Eigentum auseinander, muss geklärt werden, wer die Zinsen versteuern muss. Das oberste deutsche Steuergericht hat hierzu kürzlich folgende Regeln aufgestellt.

Einkünfte sind dem zuzurechnen, der sie erzielt. Solche aus Kapitalvermögen erzielt derjenige, der Kapital gegen Entgelt zur Nutzung überlässt. Das ist regelmäßig auch derjenige, der im Zeitpunkt der Fälligkeit der Erträge Anspruch auf Rückzahlung des Kapitals hat.

Beispiel:

Wird eine Forderung unentgeltlich z. B. auf Kinder übertragen, sind die Erträge allerdings weiterhin dem Schenker zuzurechnen, wenn ihm eine Dispositionsbefugnis über die Einkunftsquelle eingeräumt ist, er also in der Lage ist, trotz der Schenkung das Vermögen zu verwalten, die Modalitäten der Kapitalanlage zu verändern oder die Rückzahlung des Kapitals zu verlangen.

Zivilrechtliches kontra wirtschaftliches Eigentum

Ist wirtschaftlich ein anderer berechtigt als der zivilrechtliche Eigentümer, sind die Erträge steuerlich ihm, also dem wirtschaftlichen Eigentümer, zuzurechnen. Das ist der Fall, wenn Besitz und Gefahr, Nutzen sowie Lasten, die Chancen auf Wertsteigerung und die Risiken einer Wertminderung nach den individuellen Gegebenheiten bei dieser Person liegen.

Fazit:

Wer Kapitalerträge bei verworrenen Verhältnissen tatsächlich zu versteuern hat, ist oft schwer feststellbar. In Zweifelsfragen können Sie uns dazu gerne ansprechen: Kontakt

© InfoMedia


Cookie-Hinweis

Diese Seite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Widerspruchsmöglichkeiten und weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und in unserem Impressum.