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Mehr Lohn mit Minijobrente

Bei der Beschäftigung von Minijobbern tritt oft das Problem auf, dass Lohn und Arbeitszeit nicht erhöht werden können, weil das Arbeitsverhältnis ab einer Grenze von 400 € sozialversicherungspflichtig wird. Einen möglichen Ausweg bietet die Minijobrente für Minijobber, soweit sie nicht woanders sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.

Bei der Minijobrente schließt der Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung für den Arbeitnehmer ab. Das kann in Form einer klassischen Direktversicherung, einer Pensionskasse, eines Pensionsfonds oder einer Unterstützungskasse geschehen. Die Beiträge zu den Versicherungen sind in der aktiven Phase des Arbeitnehmers steuer- und sozialversicherungsfrei. Sie werden erst während des Rentenbezugs lohnsteuerpflichtig und unterliegen bei gesetzlich Krankenversicherten dann auch der Kranken- und Pflegeversicherung. Die steuerliche Belastung wird also von der Arbeitsphase ins Rentenalter verschoben.

Vorteile

Während der laufende Arbeitslohn eines 400 €-Jobbers mit 30 % Beitrag an die Minijobzentrale belastet wird, ist der Minijobrentenbeitrag in der aktiven Phase von Abgaben gänzlich befreit. Die Kostenersparnis beträgt also 30 %. Arbeitgeber können Minijobbern damit jetzt mehr als die bisherigen 400 € bezahlen, ohne dass das Anstellungsverhältnis in die Sozialversicherungspflicht fällt. Das eröffnet auch die Möglichkeit, die Arbeitszeit auszuweiten.

Sichere Rente

Der Anspruch aus der Versicherung ist von Anfang an unwiderruflich und unverfallbar. Bei Beendigung des 400 €-Jobs bleibt der Anspruch also erhalten und kann ggfs. auf einen anderen Arbeitgeber übertragen werden. Der Rentenanspruch ist darüber hinaus Hartz-IV-sicher. Das bedeutet, die hieraus entstehenden Rentenansprüche werden auf ein eventuell später einmal bezogenes Arbeitslosengeld nicht angerechnet.

 

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