HKF Beratergruppe – Steuerberater. Wirtschaftsprüfer. Rechtsanwälte. Insolvenzverwalter. Im Raum Bonn und Berlin.

Photovoltaikanlagen

Betreiber von Photovoltaikanlagen erzielen in Höhe der vom Netzbetreiber gewährten Vergütungen Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

Gewinnerzielungsabsicht

Voraussetzung dafür ist der Nachweis der Gewinnerzielungsabsicht. Sie wird nach den Leistungsdaten der Anlage, der Höhe der Investitionen, der Fördermittel und der geplanten Finanzierung überprüft. Fällt dieser Test negativ aus, wird die Anlage steuerlich als „Liebhaberei" gewertet und ist damit einkommensteuerlich unerheblich.

Abschreibungsmöglichkeiten

Bei der Abschreibung der Investitionskosten für Photovoltaikanlagen unterscheidet der Gesetzgeber zwischen aufgesetzter und integrierter Bauweise. Werden die Photovoltaikzellen auf das Dach aufgesetzt, dienen sie allein dem Gewerbezweck Stromerzeugung und müssen als Betriebsvorrichtung eigens erfasst werden.

Die Kosten können in diesem Fall linear über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben werden. Wer sich seine Anlage vor 2007 oder ab 2009 bis voraussichtlich Ende 2010 angeschafft hat, kann die Abschreibung auch degressiv nach einem bestimmten Prozentsatz des jeweiligen Restbuchwerts vornehmen.

Dachintegrierte Anlagen, beispielsweise Solardachsteine oder Solardachfolien, übernehmen als Bestandteil des Gebäudes neben der Erzeugung von Strom auch die Funktion als Dach. Werden sie zusammen mit dem Gebäude hergestellt, können die Kosten genauso wie die übrigen Gebäudekosten abgeschrieben werden. Die aktuellen Sätze betragen bei Gebäuden im Betriebsvermögen 3%, bei anderen Gebäuden 2%.

Werden die Anlagen hingegen im Rahmen einer Dach-Sanierung erstellt, sind sie im Jahr der Herstellung in voller Höhe als Erhaltungsaufwand absetzbar.

Finanzierung

Finanzierungskosten für die Errichtung solcher Anlagen müssen als Betriebsausgaben im jeweiligen Jahr erfasst werden. Das gilt auch für geförderte zinsgünstige Darlehen, wie etwa jene der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Erhaltene Zuschüsse können bei Ansatz als Betriebsvorrichtung entweder sofort als Betriebseinnahmen versteuert oder als Minderung der Anschaffungskosten erfasst werden.

Bei dachintegrierten Anlagen gilt diese Wahlmöglichkeit allerdings nur, wenn sie zusammen mit dem Gebäude hergestellt wurden.

Umsatzsteuer

Als Stromproduzent unterliegt der Betreiber auch der Umsatzsteuer. Die Vorteile, die sich hieraus ergeben, können Sie der nächsten Ausgabe entnehmen.

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