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Wachstumsmotor Steuersenkung

Kindergeld, Erben, Umsatzsteuer: Das sind die wichtigsten Bereiche, in denen sich Steuerzahler 2010 über Erleichterungen freuen können. Ziel der Bundesregierung ist es, mit den Steuergeschenken Konsum und Wachstum anzukurbeln.

Über das Wann und Wie der nächsten Stufen der Steuerreform wird zwar noch debattiert, Senkungen der Steuerlast in einigen Bereichen sind aber bereits seit 1. Januar 2010 in Kraft. Hier die wichtigsten Neuerungen:

Kindergeld

Eltern können seit Beginn dieses Jahres mit jeweils € 20 mehr Kindergeld pro Monat rechnen. Statt des Kindergeldes können sie außerdem mittels Günstigerprüfung einen höheren Kinderfreibetrag von nunmehr € 7.008 in Anspruch nehmen. Damt erhöht sich diese Summe um fast € 1.000 (davor: € 6.024).

Erbschaftsteuer

Auch bei der Erbschaftsteuer kommt es zu einer Neuregelung: Für Personen der Steuerklasse II, dazu gehören vor allem Geschwister sowie Nichten und Neffen, wurden die Steuersätze je nach Höhe des übergehenden Vermögens auf Werte zwischen 15% und 43% gesenkt. Davor galten Sätze zwischen 30% und 50%.

Unternehmensnachfolge

Eine Entlastung gibt es darüber hinaus bei der Unternehmensnachfolge. Die so genannte Regel-verschonung von 85 % auf das der Besteuerung unterliegende Vermögen gilt nunmehr, wenn der Betrieb 5 Jahre fortgeführt wird (bisher 7 Jahre). Weitere Bedingung ist die Erhaltung von 80 % (bisher 92,85%) der Lohnsumme in dieser Zeit. Nicht betroffen von der Lohnregelung sind Betriebe mit nicht mehr als 20 (vorher 10) Mitarbeitern. Jegliche Steuern entfallen, wenn ein Betrieb 7 Jahre (bisher 10 Jahre) fortgeführt wird und währenddessen 100% der Lohnsumme bei-behalten wurde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Für Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige bringt das Wachstumsbeschleunigungsgesetz neue Abschreibungsmöglichkeiten für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Achtung: Werden Güter bis € 410 voll abgeschrieben, muss die Abschreibung für die nächsthöhere Gruppe auf die Nutzungsdauer (ND) verteilt werden.

Umsatzsteuer für Hotels

Schließlich wird noch etwas für die heimischen Hoteliers getan. Für Übernachtungen fallen seit Januar 7% statt der üblichen 19% Umsatzsteuer an. Die ermäßigte Steuer gilt jedoch nur für die Übernachtung an sich und nicht für Nebenleistungen wie z. B. Essen oder Wellnessangebote.

Fazit:

Mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist der erste Schritt zu einer dringend nötigen Entlastung der Steuerzahler getan. Aber erst nach der Steuerschätzung im Mai wird sich zeigen, ob dieser Kurs weiterverfolgt werden kann.

 

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